19. & 20.09. Paris mal anders

Die Traverseine 2026

Paris, Seine und jede Menge Paddelspaß – am Wochenende vom 19. und 20. September war es für Wolfgang, Tina, Nicole und mich so weit: Wir nahmen an der Traverseine teil, einer Paddelregatta mitten durch die Altstadt von Paris.

Eine Tour, bei der man nicht nur kräftig paddelt, sondern gleichzeitig an den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt vorbeikommt. Und gleich vorweg: Paris von der Seine aus zu erleben, ist wirklich etwas ganz Besonderes!

Früher Start und perfekte Vorbereitung

Am Samstag klingelte der Wecker früh. Sehr früh. Bereits um 5 Uhr morgens machten wir uns auf den Weg nach Paris. Nachdem wir unsere Boote am Einstieg abgeladen hatten, blieb noch genügend Zeit, die Stadt zu erkunden.

Unser Hotel lag mitten im Zentrum, ganz in der Nähe von Notre-Dame. Nachdem wir dort unser Gepäck abgestellt hatten, fuhren wir mit dem Auto weiter nach Sèvres. Dort befand sich das Bootshaus mit dem Zielbereich und dem Ausstieg.

Die Location in Sèvres machte direkt einen sehr gemütlichen Eindruck. Auch der angebotene Campingplatz sah richtig schön aus. Besonders praktisch war die perfekte Steganlage, über die man später komfortabel mit den Booten aussteigen konnte.

Anschließend ging es mit Straßenbahn und Metro zurück in die Innenstadt. Schließlich waren wir nicht nur zum Paddeln nach Paris gekommen. Unter dem Motto „Paris – die Stadt der Liebe und des Eiffelturms“ ließen wir den Samstag in romantischen Gassen, gemütlichen Cafés und rund um den Eiffelturm ausklingen.

Nach dem Abendessen ging es gegen 22 Uhr ins Bett. Schließlich wollten wir am nächsten Morgen um 6:30 Uhr fit und einsatzbereit sein.

Bilder von der Anreise. dem Boote abladen und „paddelfreien“ Samstag:

Technische Vorbereitung auf französische Art

Natürlich durfte auch die notwendige technische Vorbereitung nicht fehlen. So bekam die Schlafcouch am Abend noch eine Reparatur durch „Ratzi the Engineer“ verpasst.

Am nächsten Morgen wurde außerdem kurzerhand die Kaffeemaschine modifiziert, damit auch wirklich jeder zu seinem dringend benötigten Kaffee kam. Ein guter Kaffee ist schließlich die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Paddelregatta!

Nach einem kräftigen Frühstück schlüpften wir in unsere Neoprenanzüge und machten uns gegen 7:30 Uhr zu Fuß auf den Weg zum Einstieg.

Der Start: Mittendrin statt nur dabei

Am Einstieg warteten bereits zahlreiche Boote und Paddler auf den großen Moment. Für einen besonders komfortablen Einstieg waren im Wasser Schwimmpontons aufgebaut.

Obwohl unglaublich viele Menschen und Boote vor Ort waren, lief alles erstaunlich entspannt und gut organisiert ab. Lange Wartezeiten oder großes Gedränge gab es nicht. So verging die Zeit bis zum Start um 9 Uhr wie im Flug.

Dann war es endlich so weit: Massenstart!

Wenn sich so viele Boote gleichzeitig in Bewegung setzen und friedlich gemeinsam auf der Seine paddeln, ist das schon ein beeindruckendes Gefühl. Dazu die Kulisse von Paris – einfach großartig!

Die Franzosen hatten offensichtlich die geniale Idee, die schönsten Gebäude der Stadt extra für uns Kanuten möglichst dicht ans Wasser zu stellen. So konnten wir während der gesamten Strecke zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus einer ganz besonderen Perspektive bewundern.

Sehenswürdigkeiten, Eiffelturm und die letzten Kilometer

Die Strecke führte mitten durch Paris vorbei an beeindruckenden Bauwerken und bekannten Wahrzeichen. Ein besonderes Highlight war natürlich der Blick auf den Eiffelturm von der Seine aus.

Für eine kurze Snack- und Trinkpause legten wir – wenn auch nicht ganz offiziell – einen kleinen Zwischenstopp in der Nähe des Eiffelturms ein. Nach den vielen Eindrücken und Sehenswürdigkeiten waren wir froh über die kleine Stärkung und konnten die letzten fünf bis sechs Kilometer in Angriff nehmen.

Gegen 11:30 Uhr erreichten wir schließlich den Ausstieg in Sèvres. Auch dort funktionierte die Organisation hervorragend. Eine Vielzahl an Helfern unterstützte die Paddler beim Aussteigen und half dabei, die Boote sicher aus dem Wasser zu bekommen. Wartezeiten oder Gedränge? Fehlanzeige!

Hier noch ein paar Bilder der Tour am Sonntag:

Müde, glücklich und voller Eindrücke

Nach dem Umziehen und einer kleinen Mittagspause ging es auch schon wieder zurück Richtung Landau. Gegen 19 Uhr waren wir schließlich glücklich und müde zurück im Club und mit dem Abladen der Boote fertig.

Damit können wir nun mit Fug und Recht behaupten: Wir haben Paris nicht nur gesehen, sondern auch von der Seine aus erlebt!

Die Traverseine war eine rundum gelungene Tour mit einer tollen Strecke, einer beeindruckenden Kulisse und einer sehr angenehmen Organisation. Wer Lust auf eine außergewöhnliche Paddeltour mit echtem Erlebnisfaktor hat, sollte sich diese Veranstaltung unbedingt vormerken.


Interessierte können sich gerne bei Wolfgang oder bei mir melden. Wir geben euch gerne nähere Informationen zur Tour und zur Teilnahme.

12.09.2026 Isarregatta von Bad Tölz bis München

Vier Teilnehmer*innen unseres Kanuclubs haben sich schon freitags mit zwei Einer- und einem Zweierkajak von Landau nach Bad Tölz auf den Weg gemacht. Abends trafen wir uns auf dem Campingplatz am Stallauer Weiher und ließen den Tag gemütlich beim gemeinsamen Kochen am Wasser ausklingen.

Am nächsten Tag fuhr die Truppe zur Einstiegsstelle am Ufer der Isar in Bad Tölz, um die Boote dort abzuladen. Dann ging’s weiter zur Ausstiegsstelle nach München-Floẞlände. Dort haben wir das Auto für den späteren Rücktransport deponiert. Der Charterbus brachte uns wieder zurück nach Bad Tölz.

Die Eckdaten zur Isarregatta: Die offizielle Strecke beträgt 48 km, von Flusskilometer 201,2 bei Bad Tölz bis km 153,2 an der Münchner Floßlände. Für die komplette Strecke waren vier Umtragestellen nötig. 82 Paddlerinnen und Paddler waren insgesamt am Start. Die meisten fuhren die komplette 48-km-Strecke; einige nahmen die 25-km-Variante ab Wolfratshausen. Die Begrüßung und Einstimmung auf die Kanufahrt übernahmen in Bad Tölz der zweite Bürgermeister Michael Lindmair, BKV-Vizepräsidentin Freizeitsport Jutta Müller-Derlich und Heribert Gobitz-Pfeifer vom Ausrichter DTKC München. Der Start erfolgte pünktlich um 11:00 Uhr. Besonders bemerkenswert: Der Veranstalter hatte sich zusätzliches Wasser vom Kraftwerksunternehmen Uniper gesichert. Das war bei den sommerlichen Bedingungen für die 48-km-Fahrt von erheblicher Bedeutung.

So war die Strecke 2026 von Bad Tölz bis Schäftlarn

•⁠ ⁠überwiegend WW I
•⁠ ⁠teilweise schnelle Strömung
•⁠ ⁠einzelne Felsen
•⁠ ⁠Bäume teilweise direkt in der Hauptströmung
•⁠ ⁠Kiesbanküberläufe
•⁠ ⁠immer wieder kleinere Richtungsänderungen

So war die Strecke 2026 von Schäftlarn bis München

Hier wurde es interessanter: offiziell WW I–II, insbesondere wegen zusätzlicher und teilweise massiver Baumverhaue.
Hier gab es eine unfreiwillige „Erfrischungseinlage“ durch querliegende Bäume in der Hauptströmung. Anschließend musste dann wegen der vielen Bäume und der starken Verzweigung der Isar einige Meter getreidelt werden, bevor es mit ordentlicher Strömung weiterging.

Die reine Fahrzeit betrug ca. sieben Stunden bis München. Start 11:00 Uhr in Bad Tölz und Ende ca. 19:00 Uhr in München. Die entscheidenden Punkten waren nicht die Geschwindigkeit auf den geraden Abschnitten, sondern:
•⁠ ⁠querliegende Bäume
•⁠ ⁠schnelle Strömungswechsel
•⁠ ⁠Kiesbanküberläufe
•⁠ ⁠enge Fahrgassen
•⁠ ⁠die vier Umtragestellen

Unser Fazit für diese 48 km nach der Regatta: Die eigentliche Herausforderung waren nicht 48 km Distanz, sondern die Kombination aus langer Strecke, schneller Strömung und Baumhindernissen. Dass alle Paddlerinnen und Paddler ins Ziel kamen und sich im letzten großen Schwall an der Einfahrt in die Münchner Floßlände noch eine sehr willkommene und erfrischende Dusche gönnen konnten, lag am hervorragenden Organisationsteam, das bis hin zu den Helfern an den Umtragestellen die TeilnehmerInnen unterstützt hat. Dadurch, dass das Kraftwerksunternehmen Uniper der Isarregatta zusätzliches Wasser zugestanden hat, war es bei diesen sommerlichen Verhältnissen erst möglich, die Veranstaltung so durchzuführen. Die Regatta war ein spannendes Erlebnis und macht mehr Lust auf solche Events.

07. – 09.08.2026 Ferienkarte

Große Begeisterung, strahlende Kinderaugen und zahlreiche neue Erfahrungen auf dem Wasser prägten auch in diesem Jahr unser Angebot im Rahmen der Ferienkarte Landau. An insgesamt drei Veranstaltungstagen hatten knapp 100 Kinder die Gelegenheit, die Welt des Kajaksports kennenzulernen und selbst aktiv aufs Wasser zu gehen.

Möglich wurde dieses Angebot durch die Zusammenarbeit mit der Ferienkarte Landau sowie den Einsatz vieler ehrenamtlicher Vereinsmitglieder. Bereits im Vorfeld und während der Veranstaltung sorgten die Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Sie transportierten das benötigte Material, betreuten die Gruppen und begleiteten die Kinder bei ihren ersten Erfahrungen im Boot.

Unter fachkundiger Anleitung erlernten die Teilnehmer die Grundlagen des Paddelns und gewannen schnell Sicherheit im Umgang mit den Booten. Die Nachfrage nach dem Angebot war enorm. Alle verfügbaren Plätze waren vollständig ausgebucht.

Neben den Aktivitäten auf dem Wasser bot die Queich an den heißen Sommertagen eine willkommene Erfrischung. Wer eine Pause vom Paddeln einlegen wollte, konnte sich im Wasser abkühlen und die Zeit am Fluss genießen.

Die positiven Rückmeldungen ließen nicht lange auf sich warten. Sowohl die Verantwortlichen der Ferienkarte als auch Eltern und Kinder äußerten sich lobend über das Angebot. Die große Freude der Teilnehmer zeigte sich nicht zuletzt daran, dass einige am Ende des Tages nur ungern aus ihren Kajaks ausstiegen.

Mit dem gelungenen Zusammenspiel aus engagierten Helfern, guter Organisation und motivierten Kindern war die Veranstaltung erneut ein voller Erfolg.

13.07.2026 Entenrennen

Das diesjährige Entenrennen, ausgetragen vom Lions Club Herxheim/ Landau, fand auf der Queich in Landau statt. Mit dabei waren zahlreiche mit Losnummern versehene Gummienten, die man im Vorfeld für 5€ erwerben konnte. Der Erlös kam regionalen, gemeinnützigen Zwecken (v.a. für Kinder, Jugendliche und Familien) zugute. Zudem haben die schnellsten Enten verschiedene Preise gewonnen.
Sechs menschliche Enten des Kanuclub Landaus trafen sich bereits um 13:30 am Bootshaus zum Umziehen und Booteladen. Anschließend ging es zum Startpunkt an der Waffenstraße, wo wir uns zunächst noch mit Essen stärkten und auf Toilette gingen, da wir die nächsten Stunden die Queich nicht verlassen konnten. Helfer vor Ort kontrollierten die Queich zuvor auf echte Entenfamilien, damit diese keinen Schock wegen der Gummienten und des Trubels erlitten. Anschließend ließen wir die Boote ins Wasser und positionierten uns.
Um 16:30 wurden schließlich ca. 5000 gelbe Gummienten aus einem riesigen Sack in die Queich gelassen und unsere eigentliche Arbeit begann. Viele der Gummienten hatten nämlich andere Pläne und verfingen sich in Büschen, Mauern oder kleineren Inseln und mussten von uns Helfern befreit und wieder auf den Strom gesetzt werden. Alle arbeiteten gut Hand in Hand, sodass der Befreiungsprozess ohne Komplikationen ablief. Teilweise war die Queich aufgrund des eher geringen Pegels seichte, aber auch das meisterten wir. Unterstützung bekamen wir zudem von zwei Strömungsrettern des THW, von denen einer auch einen lebendigen Hummer entdeckte.
Nach ca. einer Stunde waren auch alle ausgebüchsten Gummienten im Ziel in der Bachgasse angekommen und die ersten Preise wurden bereits vergeben. Für uns wurden nun auch die Schleusen geöffnet, sodass wir unsere Fahrt, nach einem Zwischenstopp an einer Eisdiele, zurück zum Bootshaus antreten konnten.

21.-27.05.2026 Unser Verein bei der 50. Vogalonga in Venedig

Ein Wochenende, 50 Jahre Tradition und unzählige Gänsehautmomente: Zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte haben wir uns auf den Weg nach Venedig gemacht, um an der legendären Vogalonga teilzunehmen. Es war ein Abenteuer zwischen farbenfrohen Inseln, historischen Palästen und dem einzigartigen Teamgeist unserer Gruppe.

Der Auftakt: Ein Farbenmeer in Burano

Unser venezianisches Abenteuer begann am Samstag mit einer Eingewöhnungstour, die uns direkt in das Herz der nördlichen Lagune führte. Ziel war Burano, die wohl fotogenste Insel Venedigs. Bekannt für ihre leuchtend bunten Häuser, die früher den Fischern bei Nebel den Weg nach Hause wiesen, und die weltberühmte Tradition der Spitzenstickerei, bot Burano die perfekte Kulisse. 

Bei strahlendem Sonnenschein nutzten wir die Fahrt, um uns an das besondere Wasser der Lagune zu gewöhnen. Das Paddeln zwischen den „Briccole“ – jenen markanten Holzpfählen, die die Fahrrinnen markieren – war für uns alle ein besonderes Erlebnis. Unsere Gruppe, darunter auch einige Anfänger, meisterte die ersten Kilometer mit Bravour und genoss die friedliche Atmosphäre der weiten Wasserflächen.

Das Hauptevent: 50 Jahre Vogalonga

Am Sonntag war es dann so weit: Die 50. Vogalonga rief! Was 1974 als friedlicher Protest lokaler Ruderer gegen den zunehmenden Wellenschlag durch Motorboote begann, hat sich zu einem der beeindruckendsten Wassersport-Events der Welt entwickelt. Über 2.000 Boote und rund 8.000 Teilnehmer aus aller Welt versammelten sich vor dem Markusplatz, um ein Zeichen für den Erhalt der Lagune zu setzen.

Wir entschieden uns für eine Route, die uns zunächst zur Insel Murano führte. Murano ist seit dem 13. Jahrhundert das Zentrum der Glaskunst – eine Insel voller Geschichte und Handwerksstolz. Von dort aus steuerten wir auf das große Finale zu: Die Einfahrt nach Venedig.

Gänsehaut im Canal Grande

Der Moment, in dem man mit dem Paddelblatt in das Wasser der Lagunenstadt eintaucht und die prunkvollen Fassaden der Paläste an einem vorbeiziehen, ist schwer in Worte zu fassen. Wir passierten den Rio di Cannaregio unter dem Jubel tausender Zuschauer, die die Brücken und Ufer säumten. Das Highlight war die Fahrt über den Canal Grande, die Hauptschlagader Venedigs, die an diesem Tag exklusiv den muskelbetriebenen Booten vorbehalten war. 

Besonders stolz sind wir auf unsere Vereinsmitglieder, die zum ersten Mal auf so einer großen Tour dabei waren. Trotz der ungewohnten Wellenbewegungen und des enormen Treibens auf dem Wasser blieben alle sicher und souverän in ihren Booten. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Gruppe zusammenhielt und sich gegenseitig durch die Strömungen zog.

Ein Fazit voller Stolz

Für uns als Verein war diese erste Teilnahme an der Vogalonga ein voller Erfolg. Wir haben bewiesen, dass wir auch in fremden und anspruchsvollen Revieren gemeinsam Großes erreichen können. Die Kombination aus sportlicher Herausforderung, kulturellen Highlights und der einzigartigen Kulisse Venedigs wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Venedig ist mehr als nur eine Stadt im Wasser – es ist ein fragiles Kunstwerk. Ein Teil dieser 50-jährigen Tradition gewesen zu sein, erfüllt uns mit Stolz. Eines steht fest: Es war unsere erste Vogalonga, aber sicher nicht unsere letzte!

⚠️ Wichtige Sicherheitshinweise für Nachahmer (bitte lesen)

Sicherheit geht vor: Die Lagune ist kein Anfängerrevier

So malerisch die Bilder auch aussehen – eine solche Tour erfordert eine gründliche Vorbereitung und die richtige Ausrüstung. Was auf den ersten Blick wie ein entspanntes Paddeln wirkt, ist in der Realität eine Fahrt auf offenem Gewässer mit ganz eigenen Tücken.

Ausrüstung & Training Für uns war die Sicherheit kein Zufallsprodukt. Neben der Standardausrüstung wie Schwimmwesten und Wurfsack war das obligatorisches Sicherheitsequipment wie Paddelfloat und Lenzpumpe mit an Bord. Den Umgang damit sowie den kontrollierten Wiedereinstieg haben wir vorab im Freibad trainiert. Doch man darf sich nicht täuschen lassen: Was im ruhigen Süßwasser des Schwimmbeckens Routine ist, wird im Salzwasser bei Wind und Wellengang sofort um ein Vielfaches schwerer.

Die Herausforderung „Kabbelwasser“ Besonders die Lagune von Venedig – und hier vor allem der Bereich rund um den Markusplatz – hat es in sich. Das Problem sind nicht einzelne Schiffe oder ablegende Fähren, die man gut im Blick behalten kann. Es ist der immense Mix aus Berufsverkehr, Wassertaxis und privaten Sportbooten. Die Wellen kommen hier nicht geordnet aus einer Richtung, sondern treffen aus verschiedenen Winkeln aufeinander. In diesem sogenannten „Kabbelwasser“ wird man schnell zum Spielball der Wellen, was selbst bei erfahrenen Paddlern für ein mulmiges Gefühl sorgen kann.

Navigation und Orientierung In solch unruhigen Momenten ist an eine entspannte Bedienung von Navigations-Apps auf dem Handy nicht zu denken. Die Kenntnis der Fahrrinnen und Flachwasserzonen ist jedoch lebenswichtig. Wir setzen daher auf eine Kombination aus Technik und Bewährtem: Ein wasserfest verpacktes Handy mit den wichtigsten Notrufnummern ist ein Muss, aber ein laminierter Kartenausdruck auf dem Decknetz bleibt unersetzlich, da er auch bei Wellengang und direkter Sonneneinstrahlung immer ablesbar bleibt.

Für alle, die mit dem Gedanken spielen, die Lagune auf eigene Faust zu erkunden, gilt die goldene Regel des Küstenpaddelns: 

„Es ist viel schöner, am Ufer zu stehen und zu denken: ‚Wie gerne wäre ich jetzt da draußen‘, als auf dem Meer zu sein und zu denken: ‚Wie gerne wäre ich jetzt am Ufer‘.“

Unterschätzt niemals die Natur und den Verkehr – eine gute Tour ist eine, von der alle gesund und mit einem Lächeln zurückkehren.

30.04.2026 Hexen trieben ihr Unwesen auf der Queich

Der Abend begann zunächst ganz klassisch, mit den letzten Sonnenstrahlen wurde der Grill angeheizt, das selbstgebackene Brot aufgeschnitten und die mitgebrachten Salate bereitgestellt. Begleitet von alten Geschichten aus dem Kanusport und in Gedanken an die nächsten Abenteuer stärkten sich die Paddler für ihren nächtlichen Ausflug. Als die Sonne hinter dem Horizont verschwand und die letzten Würstchen und Maiskolben vom Grill verschwunden waren, erwachten die Hexen unter ihnen. Sie riefen zum Aufbruch. Boote wurden geladen, die letzten Ausrüstungsgegenstände zusammengetragen und kleine, elektrische Feuer mit Klebeband auf den Helmen befestigt. 

Es war bereits Nacht als sich die Hexen des Kanu-Clubs ins Wasser rutschen ließen. Mit einem kleinen Stups ging es die Böschung hinab ins schwarze dunkle Nass. Ausgestattet mit Stirnlampen zogen sie durch Landau, um ihr Unwesen zu treiben. Sie glitten durchs Wasser um Enten und Tauben aus ihrer Nachtruhe zu reißen und den Winter endgültig aus der Stadt zu treiben. Mit viel Gelächter und Gefluche über den niedrigen Wasserstand fielen die Hexen auch dem ein oder anderen Landauer auf und sie bekamen Zuspruch für ihren Tanz um die Sandbänke, Steine und Hecken. 

Wieder zurück am Bootshaus, brannte das Maifeuer bereits lichterloh, denn fleißige Helfer hatten bereits das Geschirr gespült und alles gerichtet um am goßen Lagerfeuer die erfolgreiche Vertreibung des Winters feiern zu können. Für die Hexen war der Abend noch jung und sie nahmen sich die Zeit um den Mai bis in die frühen Morgenstunden hinein zu begrüßen. 

Schnell waren die letzten Tische und Bänke verstaut, so dass am nächsten Tag nichts mehr vom ausgelassenen Fest der Hexen zu sehen war. Wer Sie treffen möchte muss nun wieder aufs nächste Jahr warten. 

24.-26.4.26 Internationale Saar-Grenzland Rally 2026

Treffpunkt war ca. 14 Uhr am Bootshaus in Landau. Als unsere Ausrüstung verstaut und die Boote verzurrt waren ging es los nach Völklingen Saar. Dort angekommen wurden wir herzlichst begrüßt. Nachdem unser Nachtlager aufgeschlagen war gab es einen gemütlichen Abend mit Stärkung vom Grill und handgemachte Musik. Am nächsten Morgen machten wir uns frühzeitig auf den Weg um pünktlich um 11Uhr auf dem Wasser zu sein. Bei bestem Paddelwetter fuhren wir 22km mit einer Vesper Pause in Wittring die Obere Saar Flussabwärts. Als Herausforderung galt es 3 kleinere Wehre, umgeknickte Bäume und Untiefen zu bewältigen. Ausser ein paar „Heckenbrummer“ und „Badegäste“ kamen wir ohne Schäden und Blessuren aber entkräftet am Abend im Vereinsheim an. Nach einem leckeren Abendessen sind wir in unsere Schlafsäcke gefallen um am nächsten Morgen nach dem Frühstück die 2. Paddelstrecke in Angriff zu nehmen. Diesmal waren es 10km auf der Blies. Auch heute hatte es der Sonnengott gut mit uns gemeint. Das Highlight war ein großes Wehr in Bliesmengen-Bolchen mit einem Höhenunterschied von ca.3m und einer Länge von ca 10m. Mit wenig Wasser unterm Kiel hieß es einen kühlen Kopf bewahren den aber alle Paddler hatten und es heute keine Schwimmer gab. An der Ausstiestelle verluden wir unser Equipment und mussten uns auch schweren Herzens verabschieden um die Heimreise anzutreten. Wir alle hatten ein sehr schönes Wochenende verlebt.

01.03.2026 Anpaddeln

Nach vielen Jahren Pause war es endlich wieder so weit, unser Heinz-elmännchen, der großer 7er Kanadier kam zum Einsatz. Schon beim Einsetzen der Boote in Germersheim war die Vorfreude spürbar, nicht nur wegen der Strecke auf dem Rhein, sondern auch wegen des besonderen Gemeinschaftsgefühls, das ein solches Boot mit sich bringt.

Bei Sonnenschein starteten wir unsere Fahrt und genossen die ersten Kilometer auf dem Wasser. Im weiteren Verlauf zog sich der Himmel langsam zu, und unter bedeckten Wolken setzten wir unsere Fahrt fort. Wir hielten uns am Rande des Fahrwassers und begegneten dabei mehreren Binnenschiffen, Schleppverbänden, Jetskis und der Wasserschutzpolizei.

Auf der Strecke von Germersheim bis Speyer hatten wir durchweg positiver Stimmung an Bord und gerne wären wir bis Ludwigshafen weitergefahren.

Zurück in Landau ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Ein Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit, noch gemeinsam einen Kaffee trinken zu gehen. In entspannter Runde wurden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht und schon die nächsten Fahrten geplant.

30.12.2025 Silvesterfahrt auf dem Altrhein

Regnets noch … oder sollten wir die Boote gegen Gummistiefel tauschen und durch die Queich zu spazieren??? Irgendwie wollte es keinen Extra Schuss Wasser geben und wir mussten wegen einem zu niedrigen Pegelstand der Queich eine Alternative suchen.
Schnell kam die Idee auf, auf den Lingenfelder Altrhein nach Germersheim zu fahren, dann aber schon am 30. Dezember, warum auch nicht.
Die Boote waren morgens bei Strahlenden Sonnenschein schnell geladen und los gings.
Bei 0 Grad wurden dann die wärmsten Klamotten angezogen, ein Fehler, auf dem Wasser kamen wir schnell ins schwitzen.
Als es dann in den Altrheinarm ging, haben wir gestaunt wie wenig Wasser wir haben und mit dem Totholz im Wasser kam schnell die Frage auf, ob wir überall durchkommen, aber kein Problem.
So konnten wir alle die schöne Landschaft, die vielen Vögel und als Highlight die beiden Nutria genießen.

07.12.2025 Glühweinfahrt durch Straßburg

Am Sonntag traf sich eine gut gelaunte Gruppe des Kanu-Club Landaus pünktlich um 8 Uhr morgens am Bootshaus in Landau, um zur traditionellen Glühweinfahrt nach Straßburg aufzubrechen. Da Boote und Material bereits am Vortag geladen worden waren, konnten die Fahrzeuge direkt und ohne Verzögerung Richtung Frankreich starten. Ausgangspunkt der Paddeltour war der Ruderclub in Straßburg in unmittelbarer Nähe des europäischen Parlaments. Nach dem Umziehen ging es zügig aufs Wasser, wobei der Kanu-Club Landau zahlreich vertreten war. Die Strecke führte zunächst rheinabwärts stadtauswärts, bevor der Kurs zurück in Richtung Altstadt und La Petite France aufgenommen wurde, wo die Kanäle von Fachwerkhäusern und Schleusen geprägt sind. Nach rund 10 km und zwei Schleusen legten wir in der Straßburger Innenstadt an, um auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein zu trinken. Anschließend wurden die verbleibenden etwa 5 km zurück zum Ruderclub gepaddelt, wobei sich das Wetter bis kurz vor Ende der Tour überwiegend trocken hielt. Nach dem Umziehen und Verladen der Boote, ging es für Einige nochmal auf den Straßburger Weihnachtsmarkt um den Tag ausklingen zu lassen, bevor es satt, zufrieden und müde zurück nach Landau ging.