Der Abend begann zunächst ganz klassisch, mit den letzten Sonnenstrahlen wurde der Grill angeheizt, das selbstgebackene Brot aufgeschnitten und die mitgebrachten Salate bereitgestellt. Begleitet von alten Geschichten aus dem Kanusport und in Gedanken an die nächsten Abenteuer stärkten sich die Paddler für ihren nächtlichen Ausflug. Als die Sonne hinter dem Horizont verschwand und die letzten Würstchen und Maiskolben vom Grill verschwunden waren, erwachten die Hexen unter ihnen. Sie riefen zum Aufbruch. Boote wurden geladen, die letzten Ausrüstungsgegenstände zusammengetragen und kleine, elektrische Feuer mit Klebeband auf den Helmen befestigt.
Es war bereits Nacht als sich die Hexen des Kanu-Clubs ins Wasser rutschen ließen. Mit einem kleinen Stups ging es die Böschung hinab ins schwarze dunkle Nass. Ausgestattet mit Stirnlampen zogen sie durch Landau, um ihr Unwesen zu treiben. Sie glitten durchs Wasser um Enten und Tauben aus ihrer Nachtruhe zu reißen und den Winter endgültig aus der Stadt zu treiben. Mit viel Gelächter und Gefluche über den niedrigen Wasserstand fielen die Hexen auch dem ein oder anderen Landauer auf und sie bekamen Zuspruch für ihren Tanz um die Sandbänke, Steine und Hecken.
Wieder zurück am Bootshaus, brannte das Maifeuer bereits lichterloh, denn fleißige Helfer hatten bereits das Geschirr gespült und alles gerichtet um am goßen Lagerfeuer die erfolgreiche Vertreibung des Winters feiern zu können. Für die Hexen war der Abend noch jung und sie nahmen sich die Zeit um den Mai bis in die frühen Morgenstunden hinein zu begrüßen.
Schnell waren die letzten Tische und Bänke verstaut, so dass am nächsten Tag nichts mehr vom ausgelassenen Fest der Hexen zu sehen war. Wer Sie treffen möchte muss nun wieder aufs nächste Jahr warten.
Voller Begeisterung brach am Wochenende eine gut gelaunte Gruppe von Paddlern nach Hüningen auf, um dort auf der Slalomstrecke zu üben. Leider passierten die ersten Rückschläge noch außerhalb des Wassers. Während eine Hälfte der Reisegruppe Ersatz für einen geplatzten Reifen suchte, musste die andere feststellen, dass der Kanal wegen eines Defekts geschlossen war.
Hier findet man statt Enten normalerweise eine Welle und man kommt nicht mit trockenen Füßen auf die andere Seite.
Zum Glück kommt mit erfahrenen Paddlern auch die Fähigkeit, jederzeit befahrbares Wasser zu finden. So war schnell die Entscheidung gefasst, das Training an die nahegelegene Isteiner Schwelle zu verlegen. Auf diesem Altrheinarm, der dort einen kleinen Wildwasserabschnitt hat, wurde die nun vollständige Truppe von strahlendem Sonnenschein empfangen.
Bild von der Strecke
Die Notlösung stellte sich als perfekter Übungsort heraus. Vom Kehrwasserfahren über Traversieren bis zum Surfen gab es passende Stellen in allen Schwierigkeitsstufen. Zur Mittagspause gab es Snacks auf einer Insel, die nur mit dem Kayak zu erreichen ist. Dort boten sich auch Möglichkeiten, zu rollen, zu baden und im bewegten Wasser und mit Ausrüstung schwimmen zu üben. Vervollständigt wurde das Programm durch Wurfsackübungen am Rand und im Wasser. Abgeschlossen wurden beide Tage mit Durchfahrten durch einen kleinen Schwall zur Ausstiegsstelle. Abends waren sich alle sicher: hier können wir nochmal hin. Dann aber mit Absicht.
Nach vielen Jahren Pause war es endlich wieder so weit, unser Heinz-elmännchen, der großer 7er Kanadier kam zum Einsatz. Schon beim Einsetzen der Boote in Germersheim war die Vorfreude spürbar, nicht nur wegen der Strecke auf dem Rhein, sondern auch wegen des besonderen Gemeinschaftsgefühls, das ein solches Boot mit sich bringt.
Bei Sonnenschein starteten wir unsere Fahrt und genossen die ersten Kilometer auf dem Wasser. Im weiteren Verlauf zog sich der Himmel langsam zu, und unter bedeckten Wolken setzten wir unsere Fahrt fort. Wir hielten uns am Rande des Fahrwassers und begegneten dabei mehreren Binnenschiffen, Schleppverbänden, Jetskis und der Wasserschutzpolizei.
Auf der Strecke von Germersheim bis Speyer hatten wir durchweg positiver Stimmung an Bord und gerne wären wir bis Ludwigshafen weitergefahren.
Zurück in Landau ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Ein Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit, noch gemeinsam einen Kaffee trinken zu gehen. In entspannter Runde wurden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht und schon die nächsten Fahrten geplant.
Im Februar sind die Wasserstände üblicherweise ideal für die Befahrung der lokalen Wildflüsse, doch das geplante Winterpaddeln im Schnee musste dieses Jahr auf Grund der fehlenden Niederschläge verschoben werden.
Nach einigen geduldigen Wochen war es dann endlich so weit. Die Wasserstände passten und an Stelle von Eis und Schnee begrüßte uns die Frühlingssonne am Einstieg. Sowohl bei einer Fahrt auf der Bruche in Frankreich und einem Ausflug auf der Nagold im Schwarzwald wurden wir von bestem Badewetter begleitet.
Beide Touren boten ideale Bedingungen, um auch Paddeleinsteiger mitzunehmen. Für viele war es die erste Erfahrung auf bewegtem Wasser. Alle Wildwasser Neulinge meisterten ihre ersten Kehrwässer souverän und nutzten die Gelegenheit für unfreiwillige Badegänge. Auch wenn die ein oder andere Fahrt etwas früher als geplant beendet werden musste, stand der Spaß klar im Vordergrund.
Die Sonne, das glitzernde Wasser und die aufblühende Natur sorgten für eine besondere Atmosphäre. Pausen am Ufer wurden ebenso genossen wie die gemeinsamen Erlebnisse auf dem Wasser. Insgesamt bleiben uns zwei rundum gelungene, lehrreiche und erstaunlich sonnige Winterfahrten in Erinnerung.
„Gießt es bei euch auch in Strömen?“ noch vor dem Treffen stand fest, das Wetter würde sich nicht von seiner besten Seite zeigen. Eigentlich perfekt für eine spontane Kajaktour. Bei einem Pegel von 52 cm wurde sogar angeboten, uns kurzerhand an der Queich zum Einstieg zu shutteln.
Doch zu spät. Der erste Putz war bereits von den Wänden geschlagen und die Motorsensen kämpften sich bereits durch die Brombeerhecken. Insgesamt acht unerschrockene Vereinsmitglieder trotzten dem Regen. Weitere Hecken wurden geschnitten, eine Stütze am Tor neu angeschweißt und repariert. Der sich zunehmend bildende Schlamm wurde dabei eher als zusätzliche sportliche Herausforderung angesehen. Um das Clubhaus anschließend nicht auch noch reinigen zu müssen, wurden kurzerhand zwei Familienpizzen in der Garage verzehrt, gefolgt von selbstgebackenem Kuchen zur Stärkung. Danach durfte sich unsere Dachrinne über eine Reparatur und Reinigung freuen. Unser Gehweg ist nun wieder sichtbar und die Einfahrt nach Entfernung einer dicken Rollrasen-/Moosschicht deutlich verbreitert. Zum Abschluss sollte noch der Anhänger mit Grünschnitt und Schutt entsorgt werden. Doch der aufgeweichte Boden machte uns einen Strich durch die Rechnung. Nichts bewegte sich mehr. Anschieben half nicht und selbst das Auto ohne Anhänger musste erst gemeinsam befreit werden. Der Anhänger steht nun leider noch ein paar Tage auf dem Gelände und wartet auf trockeneres Wetter für seinen Abtransport.
Trotz Regen, Matsch und festgefahrenem Gespann war es ein erfolgreicher Arbeitseinsatz. Jetzt müssen nur die Pegel stabil bleiben und wir können in die diesjährige Wildwasser Saison starten.
Regnets noch … oder sollten wir die Boote gegen Gummistiefel tauschen und durch die Queich zu spazieren??? Irgendwie wollte es keinen Extra Schuss Wasser geben und wir mussten wegen einem zu niedrigen Pegelstand der Queich eine Alternative suchen. Schnell kam die Idee auf, auf den Lingenfelder Altrhein nach Germersheim zu fahren, dann aber schon am 30. Dezember, warum auch nicht. Die Boote waren morgens bei Strahlenden Sonnenschein schnell geladen und los gings. Bei 0 Grad wurden dann die wärmsten Klamotten angezogen, ein Fehler, auf dem Wasser kamen wir schnell ins schwitzen. Als es dann in den Altrheinarm ging, haben wir gestaunt wie wenig Wasser wir haben und mit dem Totholz im Wasser kam schnell die Frage auf, ob wir überall durchkommen, aber kein Problem. So konnten wir alle die schöne Landschaft, die vielen Vögel und als Highlight die beiden Nutria genießen.
Am Sonntag traf sich eine gut gelaunte Gruppe des Kanu-Club Landaus pünktlich um 8 Uhr morgens am Bootshaus in Landau, um zur traditionellen Glühweinfahrt nach Straßburg aufzubrechen. Da Boote und Material bereits am Vortag geladen worden waren, konnten die Fahrzeuge direkt und ohne Verzögerung Richtung Frankreich starten. Ausgangspunkt der Paddeltour war der Ruderclub in Straßburg in unmittelbarer Nähe des europäischen Parlaments. Nach dem Umziehen ging es zügig aufs Wasser, wobei der Kanu-Club Landau zahlreich vertreten war. Die Strecke führte zunächst rheinabwärts stadtauswärts, bevor der Kurs zurück in Richtung Altstadt und La Petite France aufgenommen wurde, wo die Kanäle von Fachwerkhäusern und Schleusen geprägt sind. Nach rund 10 km und zwei Schleusen legten wir in der Straßburger Innenstadt an, um auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein zu trinken. Anschließend wurden die verbleibenden etwa 5 km zurück zum Ruderclub gepaddelt, wobei sich das Wetter bis kurz vor Ende der Tour überwiegend trocken hielt. Nach dem Umziehen und Verladen der Boote, ging es für Einige nochmal auf den Straßburger Weihnachtsmarkt um den Tag ausklingen zu lassen, bevor es satt, zufrieden und müde zurück nach Landau ging.
Am 01.10 hat das neue Paddeljahr offiziell begonnen und wir wollen dies zum Anlass nehmen, um mit euch auch bei der Erfassung unserer Fahrten in ein neues Zeitalter zu starten.
Seit einigen Jahren gibt es das elektronische Fahrtenbuch und auch unser Verein soll endlich digitaler werden. Bernhard und Irma haben das eFB bereits einige Jahre im Einsatz und sind begeistert. So müssen gemeinsame Fahrten zukünftig nur noch von einer Person gepflegt werden und auch das Einreichen der Fahrtenbücher am Jahresende ist mit weniger Aufwand verbunden. Selbstverständlich bleibt es weiterhin möglich, euer Fahrtenbuch handschriftlich zu führen und am Jahresende einzureichen. Jedoch werden auch die dort erfassten Gesamtkilometer zukünftig online an den Verband übermittelt.
Um vom Fahrtenbuch aus Papier auf die digitale Version zu wechseln müsst ihr euch lediglich auf folgender Seite registrieren: eFB – elektronisches Fahrtenbuch des DKV
Wer sich selbst einarbeiten möchte, dem empfehlen wir einen Blick in die Kurzanleitungen zu werfen. Im Fahrtenplan 2026 werden wir auch eine Schulung anbieten, bei dem wir den Start mit dir gemeinsam wagen.
Unter diesem Motto ging es für uns – ausgerüstet mit Müllsäcken und Handschuhen – auf zur Queich. Unser Ziel: So viel Müll wie möglich aus dem Bach holen! Und was erwartet man mitten in der Stadt? Glas, Plastik, Straßenschilder – vielleicht ein Ball…?
Zum Glück hatten wir Niedrigwasser, sodass auch unsere Neuzugänge problemlos an jeder Stelle anhalten und ihre Fundstücke aufladen konnten. Diese landeten dann auf unserem „Müllboot“, einem voll beladenen Kanadier.
Zwischendurch mussten wir auch mal aussteigen! Das wäre gerade bei den Rosen oder der Playmobilfigur doch sehr ärgerlich gewesen. Ein Higlight für die Kids!
Etwas kniffliger wurde es, wenn wir auf ein richtiges „Flaschennest“ stießen und das Müllboot schon um die nächste Kurve entschwunden war. Dann hieß es: Das eigene Boot durch die Queich ziehen – denn die Flaschen beanspruchten schon den ganzen Sitzplatz.
Und wie transportiert man eigentlich ein riesiges Baustellenschild mit Fuß in einem Boot voller Glasflaschen und anderen kuriosen Dingen? Am besten nur bis zum nächsten Ufer! Zu sperrig, zu schwer – aber immerhin mitgenommen.
Zu den schrägsten Funden zählten definitiv ein Fahrrad und ein Stuhl. Einen Einkaufswagen haben wir allerdings schweren Herzens zurückgelassen – man muss ja nicht übertreiben.
Am Ziel angekommen, konnten wir es kaum glauben: Alle 30 Müllsäcke à 60 Liter waren randvoll! Und das, obwohl sich manche noch ein persönliches „Souvenir“ mitgenommen haben – eine Jacke, ein Stirnband, ein Spielzeugauto…
Vielen Dank an die Stadt Landau, mit der die Aktion im vornhinein abgesprochen war und die am nächsten Tag den kompletten Müll abgeholt haben.
Fazit: Ein rundum gelungener Tag! Und alle waren sich einig – nächstes Jahr sind wir wieder dabei!